Praxisnaher Austausch zu Markt, Sortiment, Wirtschaftlichkeit und gesetzlichen Änderungen – mit Einblicken in ein Familienunternehmen mit starker orthopädieschuhtechnischer Kompetenz.
Heilbronn/Berge, 10. September 2026. Die ERFA West der SABU GmbH um ERFA-Leiter Hermann Becker traf sich am 25. und 26. August 2026 in Berge und Ankum zu ihrem zweitägigen Fachaustausch. Gastgeber waren Heinrich Rocho und Martina Tholen-Rocho von Schuh & Orthopädie Rocho, die den Teilnehmenden Einblicke in ihre Standorte in Berge, Fürstenau und Nortrup gaben. Im Mittelpunkt standen aktuelle Markt- und Sortimentsfragen, Wirtschaftlichkeit sowie der praxisnahe Umgang mit gesetzlichen Änderungen, die den Schuhfachhandel aktuell und im kommenden Jahr beschäftigen.
Familienunternehmen mit breitem Leistungsspektrum
Schuhhaus Rocho ist seit 1955 in Familienhand und wird seit 1995 von Heiner Rocho geführt. Heute umfasst das Unternehmen drei Geschäfte mit Schuhverkauf und Orthopädieschuhtechnik. 2019 kam der neue Standort in Fürstenau hinzu. Das Sortiment reicht vom Vollsortiment für Damen, Herren und Kinder bis hin zu orthopädieschuhtechnischen Dienstleistungen wie Diabetikerversorgung, Einlagenversorgung, Fußdruckmessung und Kompressionen.
In der ERFA West ist Schuh & Orthopädie Rocho seit drei Jahren Mitglied, nun das erste Mal Gastgeber: „Allein schon der Austausch mit anderen Händlern macht die ERFA so wertvoll. Die unterschiedlichen Sichtweisen auf Einkauf, Verkauf und Warenpräsentation liefern viele Anregungen, auch wenn sich nicht alles direkt übertragen lässt“, fasst Martina Tholen-Rocho zusammen.
Offener Austausch zu Markt, Kunden und Wirtschaftlichkeit
Nach den Besichtigungen startete die Tagung im See- und Sporthotel Ankum. Neben der gemeinsamen Auswertung von Umsatzentwicklung, Paarzahlen, High- und Down-Lights der Saison Frühjahr/Sommer 2026 stand am zweiten Tag unter anderem das Kaufverhalten unterschiedlicher Zielgruppen sowie die Rentabilität im Kontext steigender Kosten auf der Agenda.
ERFA macht fit für gesetzliche Änderungen
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf gesetzlichen Änderungen, die 2026 für den Handel relevant werden. Dazu zählten unter anderem der Widerrufsbutton, Gewährleistungs- und Garantielabel, die PPWR sowie die E-Rechnung. Im Mittelpunkt stand dabei nicht die reine Informationsvermittlung, sondern die Frage, was diese Vorgaben konkret für die tägliche Arbeit im Schuhfachhandel bedeuten: Welche Pflichten kommen auf die Betriebe zu? Wo entstehen neue Anforderungen in Beratung, Kommunikation, Warenkennzeichnung oder digitalen Prozessen? Und wie lassen sich diese Themen frühzeitig so vorbereiten, dass sie im Alltag handhabbar bleiben?
Gerade für kleine und mittelständische Schuhhändler ist dieser Austausch wichtig, um gesetzliche Anforderungen nicht erst unter Zeitdruck umzusetzen, sondern sie rechtzeitig in bestehende Abläufe, Kundenkommunikation und interne Zuständigkeiten zu integrieren.
„Die Stärke der ERFA liegt darin, dass wir sehr konkret über die Themen sprechen, die unsere Händlerinnen und Händler im Tagesgeschäft wirklich bewegen. So haben wir offen über Marktveränderungen, Wirtschaftlichkeit und neue gesetzliche Anforderungen gesprochen – genau dieser ehrliche Austausch macht die Gruppe so wertvoll“, resümierte ERFA-Leiter Hermann Becker.
